Gesammelte Köstlichkeiten - für Auge, Ohr und Gaumen; und das schon seit 90 Jahren!

Im August übernimmt der Konditormeister Heinrich Vetter die bestehende Konditorei von Max Grote. Mit eisernem Willen, Fleiß, fachlichem Geschick und Zuspruch seines Vaters, gelingt es dem jungen Meister Fuß zu fassen.
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Heinrich Vetter heiratete die Marburgerin Martha Hoffman. Manch alter Marburger wird sich erinnern können, mit wieviel Persönlichkeit sie fortan half, die Geschicke des Hauses zu lenken.
Umgeben von ehrwürdigen Bauwerken, wie Kilian, alte Universität mit Universitätskirche und Marburger Rathaus, liegt die 1678 erbaute 'Löwenburg' an der Reitstraße zum Schloss, wo Heinrich Vetter sich im Jahre 1908 selbständig machte.
Die erste Terrasse mit einem großzügigen Caféhausanbau zum Kornmarkt hin entsteht. Die Gäste können nun den wunderschönen Blick ins Lahntal genießen.
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wird in zwei Bauabschnitten die gesamte Terrasse zugebaut und mit Fenstern versehen. Manch früherer Student erinnert sich noch an die damals täglichen Konzerte, die aus dem 'Vetter' bald einen Treffpunkt in behaglicher Atmosphäre werden ließen.
Nostalgie ... heute wieder so gefragt wie vor 85 Jahren -
Wiener-Caféhaus-Bestuhlung, ein Bestandteil von Räumlichkeiten mit Atmosphäre... Der wenig später im Caféraum aufgestellte Blüthner Flügel wird heute wider zu fast jedem Wochenende bespielt.
Verkaufsraum und Kuchenbuffet vor rund 85 Jahren.
Zu erkennen sind Aufsätze, Torten- Arrangements, Baumkuchen; das Wahrzeichen unseres Handwerkes -, vielerlei Gebäcke, Stollen, Schokoladen und Pralinés.
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Übergabe an Wilhelm Vetter:
Kurz vor dem Ausbruch des 2. Krieges, nachdem er das Konditorenhandwerk erlernt hatte, heiratet der Sohn Wilhelm Vetter, Wilhelmine Klusmann.
Wie sein Vater hatte er, neben der Leidenschaft in seiner Freizeit der Jägerei nachzugehen, spaß am schönen Konditorenberuf. Als er aus den Kriegswirren
zurückkam, war das Elternhaus von der Besatzungsmacht eingenommen. Das Caféhaus Vetter hatte aufgehört zu existieren.
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1947 legte Wilhelm Vetter die Meisterprüfung im Konditorenhand- werk ab. Durch unermüdlichen Fleiß und persönliche Hingabe gelang es Wilhelm Vetter und seiner Frau in den Kellerräumen ein kleines Café einzurichten.
Schon bald sprach sich herum, dass wieder ein 'Vetter' mit Geschick und fachlichem Können Konditoreispezialitäten herstellte, die sich schnell immer größerer Beliebtheit erfreuten.
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Noch während die Besatzungsmacht, die Nationalität hatte inzwischen gewechselt, die gesamten oberen Räume beschlagnahmt hatte, wurde unter die bestehende obere Terrasse
in zwei Etappen die untere gebaut.
Nach der Freigabe wurden die Räumlichkeiten verbunden und völlig renoviert.
Den Marburgern stand wieder das Café zur Verfügung, welches sie von früher her gewohnt waren.
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Übergabe ab die dritte Generation.
Die Gedanken schweifen zurück an den verehrten Lehrherren, Konditormeister Leo Dietsch, - an die Gesellenzeit in Göttingen, - an die Meisterprüfungszeit in Kassel.
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Um unseren Gästen den wunderschönen Panoramablick über die gesamte Stadt zu öffnen, wurde 1996 eine sonnige Dachterrasse der bestehenden Freiterrasse angegliedert.
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Möge dieses Foto nicht nur ein Symbol bleiben und es auch eines Tages der 4. Generation gelingen, das mit viel Arbeit, Mühe und Liebe Aufgebaute fortzusetzen. Den Dank an unsere Mitarbeiter verbinden wir mit dem Wunsch, weiterhin für unser Haus Einzustehen.
Fleiß, Beharrlichkeit und Kompetenz
Sandra & Axel Vetter,
die vierte Generation.